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Die geschichtliche Entwicklung der Firma und Meilensteine in der Produktentwicklung

Das Unternehmen geht auf eine von Wilhelm Heidenhain 1889 in Berlin gegründete Metallätzerei zurück, die Schablonen, Schilder, Teilungen und Skalen fertigte. Nach der Zerstörung des Unternehmens im Zweiten Weltkrieg und Flucht in den Westen wurde 1948 vom Sohn des Firmengründers die Firma DR. JOHANNES HEIDENHAIN in Traunreut gegründet. Erste Produkte waren wiederum Teilungen sowie Skalen für preisanzeigende Waagen. Bald wurden optische Positionsmessgeräte für Werkzeugmaschinen ins Programm aufgenommen. Anfang der sechziger Jahre erfolgte der Übergang zu photoelektrisch abgetasteten Längen- und Winkelmessgeräten. Diese Entwicklungen ermöglichten erst die Automatisierung vieler Maschinen und Anlagen in der Fertigungsindustrie.

Seit Mitte der siebziger Jahre wurde HEIDENHAIN auch ein zunehmend wichtiger Hersteller von Steuerungs- und Antriebstechnik für Werkzeugmaschinen.

Von Anbeginn an hatte das Unternehmen eine starke technische Ausrichtung. Deshalb brachte Dr. Johannes Heidenhain die Anteile seiner Firma 1970 in eine Stiftung ein, die den Fortbestand des Unternehmens und, als Grundlage dafür, den technischen Fortschritt sichern sollte. Dies ermöglicht HEIDENHAIN heute, sehr hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung zu tätigen.

Geschichtliche Meilensteine

1889

Gründung der Metallätzerei W. HEIDENHAIN in Berlin

1923

Dr. Johannes Heidenhain tritt in das väterliche Unternehmen ein

1928

Erfindung des Bleisulfid-Kopierverfahrens METALLUR

1948

Gründung der Firma DR. JOHANNES HEIDENHAIN in Traunreut

1950

Erfindung des DIADUR-Verfahrens

1970

Gründung der gemeinnützigen DR. JOHANNES HEIDENHAIN-STIFTUNG GmbH

1980

Tod von Dr. Johannes Heidenhain

2008

HEIDENHAIN ist weltweit in 50 Ländern vertreten 

Meilensteine der Messgeräte: Teilungen

1936

Photomechanisch kopierter Glasmaßstab (Genauigkeit ± 0,015 mm)

1943

Kopierter Teilkreis (Genauigkeit ± 3 Sekunden)

1952

Waagenskalen als Hauptumsatzträger

1967

Freitragende Gitter, Mikrostrukturen

1985

Abstandscodierte Referenzmarken für inkrementale Teilungen

1986

Phasengitter-Maßstäbe

1995

Flächige Kreuzgitter für 2-Koordinaten-Messgeräte

2002

Planare Phasengitterstrukturen für interferentielle Längenmessgeräte

Meilensteine der Messgeräte: Längenmessgeräte

1952

Optische Längenmessgeräte für Werkzeugmaschinen

1961

Inkrementales Längenmessgerät LID 1, Teilungsperiode 8 µm, Messschritt 2 µm

1963

Code-Längenmessgerät LIC mit 18 Spuren, Dual-Code

1965

Laser-Interferometer zur Vermessung von Werkzeugmaschinen

1968

Gekapseltes inkrementales Längenmessgerät LIDA 55.6 mit Stahlmaßstab (40 µm)

1987

Inkrementales gekapseltes Längenmessgerät LS 101, Messschritt 0,1 µm

1987

Interferentielles offenes Längenmessgerät LIP 101, Messschritt 0,02 µm

1989

Interferentielles offenes Längenmessgerät LIP 301, Messschritt 1 nm

1994

Gekapseltes absolutes Längenmessgerät LC 181 (7 Spuren, Messlänge 3m, Messschritt 0,1 µm)

1996

Gekapseltes absolutes Längenmessgerät LC 481 (Pseudo-Random-Code, Messlänge 2 m, Messschritt 0,1 µm)

1999

Gekapseltes absolutes Längenmessgerät  LC 481 (2 Spuren, Pseudo-Random-Code) 

2005

Gekapseltes absolutes Längenmessgerät LC 183 (Pseudo-Random-Code, Messlänge 4 m, Messschritt 0,005 µm, EnDat 2.2) Längenmessgeräte mit Einfeldabtastung

2008

Interferentielles Längenmessgerät LIP 200 (Signalperiode 0,512 µm, Verfahrgeschwindigkeit bis 3 m/s)

Meilensteine der Messgeräte: Winkelmessgeräte

1952

Optische Winkelmessgeräte

1961

Photoelektrische Winkelmessgeräte

1975

Inkrementales Winkelmessgerät ROD 800, Genauigkeit ± 1 Sekunde

1986

Inkrementales Winkelmessgerät RON 905, Genauigkeit ± 0,2 Sekunden

1997

Absolutes Winkelmessgerät mit integrierter Statorkupplung in Hohlwellenausführung RCN 723 (23 Bit Singleturn, Genauigkeit ± 2 Sekunden)

2000

Interferentielles Winkelmessgerät ERP 880 (180.000 Signalperioden/Umdrehung, Genauigkeit ± 0,2 Sekunden)

2004

Absolutes Winkelmessegerät RCN 727 mit Hohlwellendurchmesser bis 100 mm

Meilensteine der Messgeräte: Drehgeber

1961

Inkrementaler photoelektrische Drehgeber ROD 1 mit 10.000 Strichen 

1964

Absoluter Drehgeber ROC (17 Bit, Dual-Code) 

1981

Inkrementaler Drehgeber ROD 426, der Industriestandard 

1987

Absoluter Multiturn-Drehgeber ROC 221 S (12 Bit Singleturn, 9 Bit Multiturn) 

1992

Inkrementale Einbau-Drehgeber ERN 1300 für Arbeitstemperaturen bis 120 °C  

1993

Absolute Singleturn und Multiturn Drehgeber ECN 1300 und EQN 1300

1997

Magnetische Einbau-Drehgeber ERM 100

2000

Chip-On-Board Technik: Miniaturisierter absoluter Multiturn Drehgeber EQN 1100

2000

Hohlwellendurchmesser bis 50 mm: Absoluter Singleturn-Drehgeber ECN 100

2004

Induktive Abtastung: Miniaturisierte absolute Singleturn und Multiturn Drehgeber ECI 1100 und EQI 1100

2007

Absolute Drehgeber mit “Functional Safety” und EnDat 2.2-Interface

Meilensteine im Bereich Steuerungen, Elektronik

1968

Numerische Positionsanzeigen für handbediente Werkzeugmaschinen 

1968

Vor-/Rückwärtszähler VRZ 59.4 für 1 Achse

1974

Numerische Positionsanzeige HEIDENHAIN 5041

1976

Numerische Positioniersteuerungen TNC 110 und TNC 120 für 3 Achsen

1981

Numerische Bahnsteuerung für 3 Achsen TNC 145

1984

Numerische Bahnsteuerung TNC 155 mit grafischer Simulation der Werkstück-Bearbeitung

1995

Synchron-serielle Schnittstelle EnDat für absolute Positionsmessgeräte

1996

Bahnsteuerung TNC 426 mit digitaler Antriebsregelung für 5 Achsen

1996

HEIDENHAIN Gesamtpaket TNC 410 MA mit Umrichter und Motoren 

2004

Bahnsteuerung iTNC 530 mit alternativer Betriebsart smarT.NC

2007

TNC 620 mit HSCI, dem seriellen Controller-Interface